2. Mai bis 31. Oktober 2026
Die Spuren der Schroter
Jürg Stauffer
mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
In einer kleinen Ausstellung mit drei Fotografien begibt sich der Langenthaler Fotograf Jürg Stauffer (*1950) buchstäblich auf die Spuren der Steinhauer – auch Schroter genannt – von Krauchthal BE und Staffelbach AG. Zwar ist Sandstein im Gegensatz zum harten Solothurner Kalkstein relativ einfach zu bearbeiten, doch der Abbau der Steinblöcke in den Sandsteinbrüchen war trotzdem härteste Knochenarbeit. Schlag um Schlag bearbeiteten die Arbeiter die Steinbänke mit dem Schrotpickel. Es sind Millionen von Hieben, die bis heute in den Felswänden dokumentiert sind. Für den Fotografen sind es auch Kunstwerke, wie mit einem Stichel in eine Platte graviert.

Zur Ausstellung im Steinmuseum erscheint eine Begleitbroschüre mit weiteren Fotografien und Begleittexten, die das Thema genauer beleuchten.
→ Webseite von Jürg Stauffer atelier-js.ch
«Steinblicke» im Steinmuseum Solothurn
Kunst aus oder mit Stein gibt es schon seit Menschengedenken. War in der Antike und im Mittelalter der Stein der wichtigste Träger für die bildende Kunst, steht dem zeitgenössischen Kunstschaffen eine Vielzahl an Materialien zur Verfügung. Das Steinmuseum Solothurn zeigt verschiedene Steinobjekte aus der Vergangenheit. Mit dem Format «Steinblicke» wollen wir auch der Gegenwartskunst, die sich mit dem Material Stein beschäftigt, eine Plattform geben. Eine Arbeit wird jeweils eine Saison (Mai bis Oktober) lang zu sehen sein.
Vergangene «Steinblicke»
2025: The Quick and the Dead – Joe Sheehan
2. Mai bis 31. Oktober 2025
The Quick and the Dead
Joe Sheehan
bearbeiteter Basalt, 2013, mit freundlicher Genehmigung des Künstlers und der Galerie S O
Einst sah der neuseeländische Künstler Joe Sheehan (*1976) auf eBay eine Sammlung von über 700 TV-Fernbedienungen, die ihn sofort faszinierte. Die Art und Weise, wie die Fernbedienungen arrangiert waren, erinnerte ihn an Sammlungen von Steinbeilen, wie man sie in Museen sieht. Beide Objekte – Fernbedienungen und Steinbeile – sind Beispiele für Technologien, die allgegenwärtig sind bzw. waren, aber an entgegengesetzten Enden der menschlichen Evolution stehen. Sheehan begann, aus Basalt Objekte zu formen, die zeitlich nicht klar zuzuordnen sind. Er bearbeitete den Stein auf verschiedene Arten, zerschlug und verbrannte ihn, klebte ihn wieder zusammen. Die entstandenen Objekte erhalten eine besondere Ästhetik, die unsere Wahrnehmung herausfordert und eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellt.